Mediathek
Mediathek

Ordination – ein Moment, der bleibt

Nach Studium und Vikariat kommt der Moment, auf den alles hinausläuft: Du wirst ordiniert. Hier erfährst du, was das bedeutet – und was dich erwartet.

Ein besonderer Moment

Stell dir vor: Du kniеßt vor dem Altar. Die Hände des Regionalbischofs oder der Regionalbischöfin liegen auf deinem Kopf. Die Gemeinde ist still. Und in diesem Moment wird dir übertragen, was du von nun an bist: Pfarrerin oder Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Die Ordination auf einen Blick

Handauflegung

Öffentliches Versprechen

Anrufung des Heiligen Geistes

Findet im Gottesdienst der Gemeinde statt, in der du den Probedienst beginnst

Der Auftrag gilt auf Lebenszeit

Du erhältst eine persönliche Ordinationsurkunde

Deine Ordination

Was ist die Ordination?

Mit der Ordination wirst du offiziell beauftragt, das Evangelium öffentlich zu verkündigen und die Sakramente – Taufe und Abendmahl – zu verwalten. Dieser Auftrag gilt auf Lebenszeit. Das klingt groß – und das ist es auch: Du gibst weiter, was die Botschaft des Evangeliums den Menschen heute zu sagen hat. Du begleitest Menschen in Höhen und Tiefen, in Fragen und Zweifeln, in Freude und Trauer. Dabei stehst du nicht allein. Du hast das Versprechen der Kirche – und das Versprechen Gottes. Als ordinierte Pfarrerin oder ordinierter Pfarrer darfst du Gottesdienste halten, taufen, trauen und das Abendmahl feiern. Du trägst die Verantwortung für die Seelsorge – und damit auch das Beichtgeheimnis: Was dir Menschen im Vertrauen anvertrauen, bleibt bei dir. Absolut und ohne Ausnahme.

Eine Person kniet in einer Kirche, umgeben von anderen Menschen in Gewändern. Eine Frau berührt ihre Schulter. Auf einem Tisch im Vordergrund stehen Blumen und Kerzen.

Das Ordinationsgelübde

Was du versprichst

Kurz vor der Ordination gibst du schriftlich ein Versprechen ab – und bestätigst es dann öffentlich vor der Gemeinde. Ein Versprechen – an die Menschen, an die Kirche, an Gott. Und eine Einladung, diesen Weg mit Überzeugung zu gehen.

„Ich bin bereit, das Amt, das mir anvertraut wird, nach Gottes Willen in Treue zu führen, das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und im Bekenntnis unserer evangelisch-lutherischen Kirche bezeugt ist, zu predigen, die Sakramente ihrer Einsetzung gemäß zu verwalten, das Beichtgeheimnis und die seelsorgerliche Verschwiegenheit zu wahren und mich in allen Dingen so zu verhalten, wie es meinem Auftrag entspricht. Dazu erbitte ich die Hilfe des Dreieinigen Gottes.“

Angekommen sein

Was war der bewegendste Moment an deiner Ordination?

So bereitest du dich vor

Was vor der Ordination passiert

Bevor es so weit ist, führst du ein persönliches Gespräch mit der Ordinatorin oder dem Ordinator – in der Regel der Regionalbischof oder die Regionalbischöfin deines Kirchenkreises. Ihr sprecht über die Bedeutung der Ordination und über deinen persönlichen Weg. Außerdem legst du eine schriftliche Stellungnahme vor: zu deinem Verständnis der Heiligen Schrift, des evangelisch-lutherischen Bekenntnisses und des Pfarramts. Kein Prüfungsformat – sondern eine Einladung zur Reflexion: Wer bist du? Was trägt dich? Worauf baust du? Du trägst deinen Lebenslauf – in der Regel handschriftlich – in das Ordinandenbuch ein. Ein ungewohnter, aber schöner Moment: Dein Name, mit eigener Hand, in der Geschichte der Kirche.

Sieben Personen in schwarzen Priestergewändern mit weißen Streifen stehen lächelnd auf den Kirchentreppen, Bücher und Papiere in der Hand, vor einem modernen Gebäude mit großen Glastüren.

Häufig gestellte Fragen

Noch offene Fragen? Dann findest du hier die Antworten auf die meistgestellten Fragen zur Ordination zur Pfarrerin oder zum Pfarrer. Noch mehr Antworten findest du im FAQ Bereich.

Was ist das Ordinandenbuch?

In das Ordinandenbuch trägst du deinen Lebenslauf ein – in der Regel handschriftlich. Damit wird deine Ordination auch in der Geschichte der Kirche dokumentiert.

Muss ich vor der Ordination eine Prüfung ablegen?

Nein. Du reichst eine schriftliche Stellungnahme zu deinem Verständnis von Bibel, evangelisch-lutherischem Bekenntnis und Pfarramt ein. Sie dient der persönlichen Reflexion und ist keine Prüfung.

Gibt es vor der Ordination ein Gespräch?

Ja. Vorher führst du ein persönliches Gespräch mit der Ordinatorin oder dem Ordinator (meist Regionalbischof / Regionalbischöfin). Dabei geht es um die Bedeutung der Ordination und deinen persönlichen Weg, sowie Absprachen zum Ordinationsgottesdienst.

Was verspreche ich bei der Ordination?

Du versprichst, das Amt als Pfarrer:in treu zu begleiten und dich ihm entsprechend zu verhalten, das Evangelium zu verkündigen, die Sakramente zu verwalten und das Beichtgeheimnis sowie die seelsorgerliche Verschwiegenheit zu wahren.

Wie läuft die Ordination ab?

Zur Ordination gehören unter anderem die Handauflegung durch einen Bischof der ELKB, ein öffentliches Versprechen und die Anrufung des Heiligen Geistes. Du erhältst außerdem eine persönliche Ordinationsurkunde.

Gilt die Ordination für immer?

Ja. Der Auftrag der Ordination gilt auf Lebenszeit.

Wann werde ich ordiniert?

Die Ordination folgt nach dem Theologiestudium und dem Vikariat. Sie findet in der Regel zu Beginn deines Probedienstes in einem Gottesdienst in deiner neuen Gemeinde statt.

Was ist die Ordination?

Mit der Ordination wirst du offiziell beauftragt, das Evangelium öffentlich zu verkündigen und die Sakramente – Taufe und Abendmahl – zu verwalten.

Deine erste Pfarrstelle

Mehr zu deinen ersten Jahren im Pfarramt

a