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Deine Entscheidung

Was könnte dir dabei helfen, dich für oder gegen das Studium Evangelische Theologie und den Pfarrberuf zu entscheiden?

Entscheidung

Wie finde ich meinen Weg?

Die Entscheidung für ein Studium oder einen Beruf kann sich riesig anfühlen. Vielleicht geht es dir auch so beim Gedanken an Theologiestudium und Pfarrberuf.
Auf dieser Seite findest du konkrete Möglichkeiten, wie du herausfinden kannst, ob dieser Weg zu dir passt. Am Ende bleibt es deine Entscheidung. Und oft braucht es einfach Mut für den ersten Schritt.
Manche merken erst im Studium, wie es sich wirklich anfühlt. Und auch das ist Teil des Weges: Du darfst ausprobieren – und du darfst, wenn nötig, auch nochmal einen neuen Weg einschlagen.
Es geht darum, dass du deinen Weg findest. Egal, wohin er führt.

Zwei Personen lernen an getrennten Schreibtischen in einer Bibliothek neben den Fenstern. Die Aufnahme wurde von oben in der Nähe einer Treppe gemacht; im Hintergrund sind Bücherregale zu sehen.

Mit wem kann ich über meine Entscheidung sprechen?

Vielleicht kennst du das: Entscheidungen werden leichter, wenn man sie nicht allein im Kopf bewegt. Manchmal tut es gut, mit jemandem zu reden, der dich noch nicht kennt – und der dafür ausgebildet ist, Menschen in solchen Situationen zu begleiten. Dafür gibt es verschiedene Beratungs- und Gesprächsangebote.

Nachwuchsgewinnung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Daniel Steigerwald ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ansprechperson für alle, die überlegen, ob Theologiestudium und Pfarrberuf ihr Weg sein könnten. Wenn du Fragen hast oder einfach mal mit jemandem sprechen möchtest, der sich gut auskennt: Melde dich gerne unverbindlich per Mail bei ihm. Ihr könnt dann einen Videocall oder ein Telefonat vereinbaren – kostenlos, unkompliziert und ganz auf deine Fragen ausgerichtet.

Ein lächelnder Mann in einer schwarzen Robe mit weißem Kragen steht im Freien und unterhält sich mit einer Frau mit braunen Haaren und einer grünen Jacke. Im Hintergrund sind Bäume und ein blaues Vordach zu sehen.

Gespräch mit deinem/deiner Pfarrer:in vor Ort

Du bist sowieso mit deiner Kirchengemeinde verbunden? Dann sprich einfach deine Pfarrerin oder deinen Pfarrer an. In aller Regel freuen sie sich sehr über dein Interesse. Bei einem Kaffee oder Spaziergang kannst du alle deine Fragen loswerden und dir erzählen lassen, wie Studium und Pfarrberuf sich im echten Leben anfühlen. Und: Sie unterstützen dich sicher gerne auf deinem Entscheidungsweg. Schreib einfach eine kurze Mail – der erste Schritt ist oft leichter als gedacht.

Zwei Menschen sitzen bei Sonnenuntergang auf Baumstümpfen am See und unterhalten sich. Das Sonnenlicht fällt durch die Bäume, zeichnet Silhouetten nach und wirft Schatten auf das Gras.

Geistliche Begleitung

Geistliche Begleitung ist eine persönliche Glaubens- und Lebensbegleitung auf Zeit. Wenn deine Entscheidung für oder gegen Theologiestudium und Pfarrberuf eng mit deiner Spiritualität, deinem Gottesbild oder deiner Berufungsfrage zusammenhängt, kann sie genau das Richtige sein. In der ELKB gibt es ausgebildete geistliche Begleiter:innen, die sich mit dir treffen – offen, vertraulich und ohne jede Voraussetzung. Deine Fragen und deine Sehnsucht stehen im Mittelpunkt; du musst nichts „können“ oder „mitbringen“. Auf ganzhier.de findest du eine Übersicht über Begleiter:innen in deiner Region

Zwei Frauen sitzen sich an einem runden Tisch am Fenster gegenüber und unterhalten sich in einem hellen, modernen Büro.

Berufungscoaching WaVe®

Das Berufungscoaching WaVe® ist eine besondere Form des systemischen Coachings. Es geht davon aus, dass alles, was du für deinen Weg brauchst, bereits in dir angelegt ist – und im Coaching sichtbar werden kann. In der Regel sind es zunächst 7 Sitzungen, die dir auch bei deiner Entscheidung für Theologiestudium und Pfarrberuf eine Hilfe sein können. Anbieter:innen für WaVe®-Coaching findest du u. a. hier:

Am richtigen Platz sein

Wann hast du zuletzt gespürt: Genau deshalb mache ich diesen Beruf!?

Vor Ort

Angebote der Universitäten und Hochschulen

Auch die bayerischen Hochschulen helfen dir dabei, herauszufinden, ob Theologie zu dir passt. Schau einfach mal vorbei bei:

Eine Person in Freizeitkleidung geht einen hell erleuchteten Flur entlang, an dessen einer Seite Spinde und an der anderen Seite Türen stehen.

Schnupperwochenende

Theo Tasting

Das Theo Tasting an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau ist eine der intensivsten Entscheidungshilfen überhaupt: Ein Wochenende lang tauchst du in Studium und Pfarrberuf ein, lernst Studierende kennen, sitzt in echten Seminaren, probierst Griechisch aus und kannst an Workshops und Gesprächen teilnehmen. Beim „Markt der Möglichkeiten“ zeigen dir Studierende, was sie begeistert – und Vertreter:innen der ELKB geben dir ehrliche Einblicke in den Pfarrberuf. Ein Wochenende, das sich nur um deine Fragen dreht.

Eine Gruppe von Studierenden hört einem Dozenten zu, der in einem modernen Hörsaal an der Augustana-Universität eine Folie mit dem Titel „Altes Testament“ vorstellt.

Als Schüler:in Über die Schulter schauen und ausprobieren

Betriebspraktikum in der Gemeinde

Du musst von der Schule aus ein Betriebspraktikum machen – und findest den Pfarrberuf oder andere kirchliche Berufe spannend? Dann mach dein Praktikum doch direkt in einer Gemeinde! Frag einfach im Pfarramt vor Ort nach oder schau auf der zentralen Praktikumsplattform vorbei. So bekommst du hautnah mit, was Pfarrer:innen und andere kirchliche Mitarbeitende wirklich tun – nicht nur im Gottesdienst, sondern im ganz normalen Alltag. Du kannst alle deine Fragen loswerden und ein realistisches Gefühl für den Beruf entwickeln.

Eine Frau mit Brille steht auf einem hölzernen Podium und spricht zu den Zuhörern vor einer hölzernen Wand; sie trägt einen hellen Pullover und eine dunkle Hose.

Ein Jahr zum Entscheiden

Freiwilligendienst in einer Gemeinde

Ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein anderer Freiwilligendienst in einer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung ist eine großartige Möglichkeit, deinen Weg zu sortieren. Stellen findest du:

Du bekommst ein Jahr lang Zeit, ohne Schulstress über deinen Weg nachzudenken, sammelst intensive Einblicke in Gemeindealltag und Pfarrberuf, begleitest Pfarrer:innen und andere Mitarbeitende – und wirst durch ein Begleitprogramm auch in deiner Entscheidung unterstützt.

Fünf junge Erwachsene lächeln im Freien und stehen eng beieinander, im Hintergrund sind das Meer und der Himmel zu sehen. Eine Person trägt eine Sonnenbrille.

Häufig gestellte Fragen

Noch offene Fragen? Dann findest du hier die Antworten auf die meistgestellten Fragen zu deiner Entscheidung für oder gegen Evangelische Theologie und den Pfarrberuf. Noch mehr Antworten findest du im FAQ Bereich.

Wie lange dauert das alles, bis ich wirklich Pfarrer:in bin?

Das Studium dauert in der Regel 10 Semester (5 Jahre), plus ggf. Zeit für die Sprachen (ca. 2 Semester). Danach folgt das Vikariat als praktische Ausbildung (2 Jahre), in dem du aber schon eine Vergütung erhältst. Danach arbeitest du als Pfarrer:in.

Wie sieht die Kirche in 20–30 Jahren aus – lohnt es sich dann noch, Pfarrerin zu werden?

Kirche wird sich verändern: weniger Mitglieder, neue Formen von Gemeinde und Spiritualität. Das heißt aber nicht, dass es schlechter wird! Umbrüche bieten Chancen, neue Wege zu gestalten, Glauben kreativ zur Sprache zu bringen und Spiritualität lebendig zu leben. Mit Neugier, Entdecker:innen-Lust und Mut kannst du hier viel bewegen.

Gibt es Leute, mit denen ich vertraulich reden kann, ohne mich festzulegen?

Ja! Zum Beispiel:

Alle Gespräche sind vertraulich, ehrlich und richten sich nach deinen Fragen und Bedürfnissen.

Braucht man für das Pfarramt eine bestimmte Spiritualität? Darf ich Zweifel haben?

Es gibt viele Wege, Glauben zu leben – und alle sind willkommen. Entscheidend ist Interesse, Zeit und Sehnsucht, sich mit Glaubensfragen zu beschäftigen. Zweifel gehören dazu und helfen dir, tiefer zu denken und deinen Glauben selbst zu entdecken.

Kann ich im Studium oder später genug Zeit für Freund:innen, Beziehungen und Hobbys haben?

Ja! Im Studium hast du meist viel Zeit dafür. Später im Beruf braucht es etwas Organisation, aber Ausgleich ist wichtig – nur so kannst du für andere da sein und gleichzeitig deine eigenen Batterien aufladen.

Was, wenn ich Angst habe, mich falsch zu entscheiden – und unglücklich werde?

Keine Sorge, damit bist du nicht allein. „Fear of better options“ kennen viele. Im Pfarrberuf kannst du in verschiedenen Bereichen arbeiten – Gemeinde, Seelsorge, Schule, Sozialarbeit. Ein Wechsel öfter in deiner Dienstzeit möglich, sodass du im Laufe der Zeit unterschiedliche Erfahrungen sammeln kannst.

Wie funktioniert das mit Bezahlung, Wohnung und Arbeitszeiten?

Pfarrer:innen werden nach A13–A14 (Besoldung Land Bayern) bezahlt. Viele bekommen eine Dienstwohnung, also keine extra Wohnungssuche nötig. Arbeitszeiten sind flexibel geregelt: mindestens ein freier Tag pro Woche, ein freies Wochenende pro Monat. Mehr zur Bezahlung.

Kann ich als Pfarrerin so sein, wie ich bin – queer, feministisch, politisch?

Ja! In der ELKB bist du herzlich willkommen. Politisches Engagement oder Einsatz für Gleichberechtigung ist oft ein Ausdruck des Glaubens. Wichtig: Dein Beruf darf nicht für Parteipolitik genutzt werden, aber deine Haltung und Überzeugung haben Platz.

Was, wenn meine Eltern oder Freund:innen sagen, dass Theologie keine gute Idee ist?

Sprich mit ihnen darüber, warum sie das denken. Oft beruhen Bedenken auf Vorurteilen: z. B. „da wird nur gebetet“ oder „kein sicherer Job“. Höre zu, überlege, wo sie Recht haben könnten – und wo du deine eigenen Gründe siehst.

Wie finde ich heraus, ob ich lieber Theologie studieren oder etwas „Sichereres“ machen sollte?

Pfarrer:innen werden in der ELKB in der Regel verbeamtet – also ein sicherer Beruf. Ob du ihn als „normal“ empfindest, hängt davon ab, wie du Beruf siehst. Jeder Beruf hat seine Eigenheiten – und Theologie ist genauso ernst und praxisnah wie Jurastudium oder Medizin.

Wie fühlt sich der Beruf wirklich an – also nicht die offiziellen Beschreibungen, sondern der Alltag?

Am besten findest du das selbst heraus! Praktika in einer Kirchengemeinde oder ein Freiwilliges Soziales Jahr geben dir einen realistischen Einblick. Oder du triffst dich einfach mit einer Pfarrperson zu einem Gespräch – authentischer geht’s kaum.

Was, wenn mich Theologie zwar interessiert, ich aber Angst vor Hebräisch und Griechisch habe?

Damit bist du nicht allein! Viele Studierende finden die Alten Sprachen am Anfang herausfordernd. Aber: Dozierende wissen, wie schwierig das sein kann, und gestalten den Unterricht entsprechend. Oft lernt man gemeinsam in Gruppen – da hilft ihr euch gegenseitig. Und es entstehen sogar Freundschaften fürs Leben.

Bin ich wirklich „gut genug“ im Glauben – oder wäre ich im Studium total fehl am Platz?

Nein, dafür musst du nicht „perfekt“ im Glauben sein. Dein Glaube entwickelt sich ein Leben lang. Wichtig ist, dass du Interesse und Sehnsucht hast, dich mit Glaubensfragen und Spiritualität auseinanderzusetzen – das spielt im Studium und Berufsalltag eine zentrale Rolle.

Deine Entscheidung

Geh den nächsten Schritt

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