Mediathek
Mediathek

Südindien, Liverpool, Zürich

Gibt es eine Erfahrung aus dem Ausland, die dir bis heute nachgeht?

Welche Erfahrungen aus dem Ausland bleiben besonders lange im Gedächtnis? In diesem Zusammenschnitt erzählen vier Menschen von Studienreisen, Auslandssemestern und persönlichen Begegnungen. Sie berichten von neuen theologischen Perspektiven, ungewohnten Fragen, gemeinsamen Gottesdiensten und Menschen, die ihnen bis heute im Kopf geblieben sind.

Neue Ideen für Kirche entdecken

Fresh X-Projekte in Liverpool kennenlernen

Jonas durfte an einer Studienreise nach Liverpool teilnehmen. Dort lernte er Fresh X-Projekte kennen und traf andere Theologiestudierende, die über ganz Deutschland verteilt waren. Die Reise wurde für ihn zu einer besonders schönen und bereichernden Zeit. Neue kirchliche Projekte kennenzulernen und sich mit anderen Studierenden auszutauschen, eröffnete ihm neue Einblicke in Kirche und Theologie.

Ein Mann in einem weinroten Hemd spricht auf der Bühne in ein Mikrofon; er steht hinter einem kleinen Rednerpult, im Hintergrund sind bunte Lichter und eine Projektionsleinwand zu sehen.

Befreiungstheologie aus der Sicht der Dalits

Eine andere Perspektive auf Gott

Maral verbrachte ihr Auslandssemester in Südindien. Dort lernte sie vor allem eine Form der Befreiungstheologie kennen, die aus der Perspektive der Dalits entwickelt wird. Dalits stehen außerhalb des Kastensystems und haben aufgrund ihrer Erfahrungen mit Unrecht eine besondere Position gegenüber Gott. Diese Perspektive hat Maral nachhaltig beschäftigt. Sie zeigt, dass Theologie immer auch mit konkreten Lebensgeschichten und gesellschaftlichen Erfahrungen verbunden ist. Menschen, die Ausgrenzung und Unrecht erlebt haben, können andere Fragen an Gott und an die Welt stellen als Menschen, die diese Erfahrungen nicht teilen.

Eine Frau kniet auf dem Boden und schlägt sanft mit einem Schlägel auf eine Klangschale, während andere im Hintergrund sitzen und die Hände im Schoß ruhen lassen.

Theologie weltweit entdecken

Könnte das dein Weg sein?

Wenn du neugierig auf andere Länder, Menschen und Perspektiven bist, kann ein Auslandssemester oder eine Studienreise dein Theologiestudium besonders bereichern. Du kannst neue kirchliche Projekte kennenlernen, andere Formen von Theologie studieren und Erfahrungen machen, die dir zu Hause vielleicht nicht begegnen würden. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viel zu sehen. Wichtig ist auch, offen zu bleiben, Fragen zu stellen und sich auf Menschen einzulassen. Vielleicht ist es eine theologische Perspektive, ein ungewohnter Eindruck oder eine zufällige Begegnung, die dir noch lange nachgeht.

Staunen und Grübeln bewahren

Das kenne ich von zu Hause ganz anders

Karl-Christoph beschreibt eine Erfahrung, die ihn auch nach der Rückkehr begleitet: das Staunen und Grübeln, das entsteht, wenn man etwas ganz anders erlebt als zu Hause. Für ihn ist es wertvoll, diesen Moment nicht sofort aufzulösen. Stattdessen möchte er sich die Frage bewahren: Warum ist das hier anders? Was kann ich mir davon genauer anschauen? Auslandserfahrungen laden dazu ein, vertraute Gewohnheiten neu zu betrachten und offen für andere Formen des Lebens und Glaubens zu bleiben.

Ein Mann mit Brille schreibt an einem Schreibtisch in einem hellen Raum, hinter ihm hängt ein Kruzifix an der Wand. In der Nähe sitzen weitere Personen, die teilweise unscharf zu sehen sind.

Eine Begegnung, die bleibt

Zwei Stunden Gespräch – und dann eine Einladung

Anian erinnert sich an regelmäßige Gottesdienste in Zürich. Nach einem Gottesdienst setzte sich Irmtraud neben ihn. Die beiden kamen miteinander ins Gespräch und unterhielten sich ungefähr zwei Stunden lang über viele verschiedene Themen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihm, dass Irmtraud ihn anschließend sogar zum Geburtstag einlud. Obwohl sie sich erst seit zwei Stunden kannten, entstand eine persönliche Nähe und Offenheit. Diese Begegnung zeigt für ihn, wie schnell Menschen über gemeinsame Erfahrungen und ehrliches Interesse miteinander verbunden sein können.

Ein junger Mensch in schwarzer Jacke und mit Rucksack betritt lächelnd ein Gebäude, hinter dem große Glastüren und Fenster zu sehen sind.

a