Mediathek
Mediathek

Victoria Sperber, Theologiestudentin an der Augustana-Hochschule

Ich hatte eindeutig Vorurteile.

Viktoria studiert evangelische Theologie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und steht kurz vor den Examensklausuren. Im Portrait erzählt sie, wie ihre Interessen an Sprache, Geschichte und Musik sie bis ins Theologiestudium begleitet haben, was sie am Studium überrascht und welche Chancen sie darin entdeckt.

Interessen, die bleiben

Von Sprachen und Musik zur Theologie

Schon in der Schule interessierte sich Viktoria besonders für Geisteswissenschaften wie Geschichte und Deutsch. Auch Sprache und Musik haben sie immer begleitet. In ihrer Jugend sang sie, spielte Geige und musizierte in einem Orchester. Diese Erfahrungen sind für Viktoria nicht einfach mit dem Studienbeginn verschwunden. Musik begleitet sie auch im Theologiestudium und wird ihrer Einschätzung nach vermutlich ebenso zu ihrem späteren Beruf gehören. Ihre bisherigen Interessen bringen damit wichtige Perspektiven in ihren Weg zur Theologie ein.

Eine Frau mit Brille sucht in einem Regal einer Bibliothek nach einem Buch; um sie herum stehen Bücher, und daneben steht ein kleiner weißer Tritthocker.

Auf einen Blick

  • Name: Viktoria Sperber
  • Studium: Evangelische Theologie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • Aktueller Stand: kurz vor den Examensklausuren und dem möglichen Vikariat
  • Interessen: Sprache, Geschichte, Deutsch und Musik
  • Was sie am Studium schätzt: Freiheit, wissenschaftliche Tiefe und persönliche Entwicklung
  • Möglichkeiten im Studium: Auslandssemester, Praktika und Kirchliche Studienbegleitung
  • Was sie gelernt hat: kritisch denken, Probleme erkennen und nach Lösungen suchen
„Ich finde, das Theologiestudium gibt einem sowohl Antworten als auch neue Fragen. Also es ist, glaube ich, immer ein Zusammenspiel aus beidem.“

Vorurteile vor Studienbeginn

Ein freies, aber anspruchsvolles Studium

Viktoria hatte gegenüber dem Theologiestudium zunächst einige Vorurteile. Diese haben dazu beigetragen, dass sie sich lange nicht für diesen Weg entscheiden konnte. Heute erlebt sie das Studium als sehr frei und wenig verschult. Genau diese Freiheit ist für sie aber auch eine Herausforderung. Man muss den eigenen Lernweg stärker selbst gestalten und Verantwortung für das eigene Studium übernehmen. Die Professorinnen und Professoren erlebt Viktoria als hochwissenschaftlich und sehr klug. Gleichzeitig sind sie gläubig. Das zeigt ihr, dass wissenschaftliches Denken und Glaube kein Gegensatz sein müssen. Im Theologiestudium kommen beide Ebenen zusammen.

Acht Personen sitzen in einem Klassenzimmer an Tischen, die in U-Form angeordnet sind; einige haben Laptops und Notizbücher dabei und hören einer Person zu, die vorne rechts im Raum steht.

Nicht perfekt sein müssen

Was im Prüfungsdruck trägt

Gerade in einer anspruchsvollen Prüfungsphase erlebt Viktoria ihren Glauben als entlastend. Der Gedanke, dass alle Menschen vor Gott stehen und zugleich fehlbar sind, kann etwas von der Last des Prüfungsdrucks nehmen. Für Viktoria bedeutet das nicht, dass Prüfungen unwichtig wären. Aber sie muss ihren Wert nicht allein an Leistung und Ergebnissen messen. Der Glaube eröffnet ihr eine zusätzliche Perspektive auf die eigenen Grenzen und Unsicherheiten.

Eine Frau mit Brille und Pullover arbeitet an einem Schreibtisch in der Nähe großer Fenster an einem Laptop, umgeben von Papieren und Büromaterial.

Mehr erfahren

Du möchtest wissen, wie das Theologiestudium an der Augustana-Hochschule aussieht, welche Möglichkeiten dir während des Studiums offenstehen oder wie der Weg ins Vikariat weitergeht? Informiere dich über das Hochschulstudium, die Augustana-Hochschule, die Kirchliche Studienbegleitung, Auslandssemester und Praktika.

Eine Chance im Studium

Die Kirchliche Studienbegleitung (KSB) individuell nutzen

Die Kirchliche Studienbegleitung ist für Viktoria ein tolles Angebot während des Studiums. Sie empfiehlt, diese Möglichkeit möglichst individuell zu nutzen und sich zu überlegen, was man schon immer einmal ausprobieren oder kennenlernen wollte. Ob besondere Orte, neue Erfahrungen oder persönliche Entwicklung: Wer die Studienbegleitung mit eigenen Fragen und Wünschen verbindet, kann für sich einen besonderen Mehrwert daraus ziehen. So wird die Begleitung zu einem Raum, der zum persönlichen Studienweg passt.

Eine Frau mit Brille und einem beigen Pullover lächelt, während sie sich mit zwei Personen an einem Tisch in einem hellen Raum unterhält.

Kritisch denken lernen

Viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln

Viktoria erlebt das Theologiestudium als einen Weg, der viele Möglichkeiten eröffnet. Dazu gehören Auslandssemester, verschiedene Praktika und Erfahrungen, durch die man sich persönlich weiterentwickeln kann. Im Studium wird Viktoria in vielerlei Hinsicht herausgefordert. Sie lernt, kritisch zu denken und nicht alles einfach hinzunehmen. Dazu gehört, Probleme genau festzustellen und nach möglichen Lösungen zu suchen. Für Viktoria gibt das Theologiestudium nicht nur Antworten. Es bringt auch neue Fragen hervor. Beides gehört für sie zusammen: Man gewinnt Orientierung, bleibt aber offen und denkt weiter.

Eine Person mit langen Haaren und Brille tippt zusammen mit anderen in einem Klassenzimmer auf einem Laptop; im Hintergrund sind eine Tafel und eine Projektionswand zu sehen.

Respekt vor der ersten Predigt

Predigen für die Gegenwart

Vor ihrer ersten Predigt hat Viktoria ein wenig Bange. Gleichzeitig freut sie sich darauf, diese neue Aufgabe auszuprobieren und ihre theologischen Gedanken mit anderen Menschen zu teilen. Ihr ist wichtig, dass eine Predigt in die heutige Zeit übersetzbar ist. Menschen sollen etwas damit anfangen können und sich nicht fühlen, als würden sie in einer Vorlesung sitzen. Für Viktoria soll eine Predigt verständlich, relevant und mit dem Leben der Menschen verbunden sein.

Eine Frau mit Brille steht lächelnd auf einem hölzernen Podium und spricht zu den Zuhörern in einem Raum mit holzvertäfelten Wänden.
a