Mediathek
Mediathek

So haben sie ihren Weg gefunden

Was bedeutet Berufung für dich?

Was bedeutet Berufung – und woran merkt man, dass ein bestimmter Weg der eigene sein könnte? In diesem Zusammenschnitt erzählen fünf Menschen, wie sie ihre Berufung erlebt haben. Die Antworten zeigen: Berufung muss nicht immer spektakulär beginnen. Sie kann sich aus Gesprächen, Fähigkeiten, Interessen, Erfahrungen und einem Gefühl von Sinn entwickeln.

Berufung beginnt oft nicht mit einem spektakulären Zeichen

Es war kein helles Licht

Karl-Christoph hat bei der Frage nach Berufung nie eine Stimme aus dem Himmel gehört und auch kein helles Licht gesehen. Für ihn gab es keinen einzelnen außergewöhnlichen Moment, der sofort alles klar gemacht hätte.

Vier Personen sitzen in einem sonnendurchfluteten Raum um einen Tisch herum, unterhalten sich und lächeln. Ein Mann mit Brille steht im Fokus und arbeitet an einem Laptop, während die anderen aufmerksam zuhören.

Fähigkeiten und Gespräche weisen einen Weg

Viele Dinge fügen sich zusammen

Steffen beschreibt Berufung als einen Prozess. Gespräche, die er geführt hat, und Fähigkeiten, die er in sich entdeckt hat, ließen sich zunächst nicht eindeutig einordnen. Mit der Zeit merkte er aber, wie sich diese Erfahrungen zusammenfügen und einen gemeinsamen Weg ergeben. Berufung bedeutet für ihn deshalb nicht unbedingt einen spektakulären Augenblick. Sie kann langsam und Schritt für Schritt entstehen, wenn Menschen aufmerksam wahrnehmen, was sie bewegt und welche Begabungen in ihrem Leben eine Rolle spielen.

Ein Mann mit Brille spricht in ein Mikrofon, hält dabei Unterlagen in der Hand und steht in einem Raum in der Nähe eines Altars, hinter ihm befindet sich eine Leinwand.

Eine radikale Entscheidung

Ich will das und nichts anderes mehr

Grzegorz verbindet Berufung mit einem Moment völliger Gewissheit. Berufung bedeutet für ihn: Du weißt, dass du genau diesen Weg gehen willst – und keinen anderen. Diese Entscheidung ist für ihn mit großer Entschlossenheit verbunden. Auch wenn Schwierigkeiten kommen oder der Weg nicht einfach wird, bleibt der Wunsch bestehen, es zu versuchen und weiterzugehen.

Ein Mann in einer schwarzen Robe hält in einer Kirche eine Rede am Rednerpult, das mit einem Mikrofon und einem violetten Tuch drapiert ist. Im Hintergrund ist ein Wandgemälde zu sehen.

Finde heraus, was dich bewegt

Könnte das dein Weg sein?

Du musst nicht schon genau wissen, ob du Pfarrerin oder Pfarrer werden möchtest. Vielleicht gibt es Themen, Menschen oder Orte, zu denen du immer wieder zurückkehrst. Vielleicht entdeckst du Fähigkeiten, für die du zunächst noch keine Erklärung hast. Oder du spürst einfach Neugier und möchtest den Weg einmal ausprobieren. Das Theologiestudium und praktische Erfahrungen in der Kirche können dir helfen, deine Fragen zu vertiefen. Berufung entsteht nicht immer vor dem ersten Schritt. Manchmal zeigt sie sich erst, wenn du dich auf den Weg machst.

Wenn Glaube anders ist als alles andere

Ich hatte keinen Plan B

Jonas hatte viele Interessen und für viele Dinge große Begeisterung. Trotzdem merkte er bei anderen Themen irgendwann, dass sein Interesse nur bis zu einem bestimmten Punkt reichte. Beim Glauben war es anders. Hier entstand für ihn eine besondere Tiefe und Verbindlichkeit. Er hatte keinen Plan B, weil sich dieser Weg anders anfühlte als seine vielen anderen Interessen.

Eine Person in einem roten Hemd spricht in ein Mikrofon, während sie an einem Rednerpult auf einer Bühne steht; im Vordergrund ist ein verschwommenes Publikum zu sehen.

Plötzlich innere Klarheit

Ich sollte das einfach mal probieren

Rahel erlebte plötzlich eine große innere Klarheit. In ihr entstand der Gedanke: Ich sollte das mit dem Theologiestudium einfach einmal probieren. Berufung musste für sie dabei nicht bedeuten, bereits alle Antworten zu kennen. Die Klarheit lag zunächst darin, den nächsten Schritt zu wagen und herauszufinden, wohin dieser Weg führt.

Eine Frau, die einen Priesterkragen und ein Headset trägt, gestikuliert, während sie vor einer Backsteinwand mit warmer Beleuchtung und unscharfen Kunstwerken im Hintergrund spricht.

Begeisterung in Gemeinde und Gottesdienst

Das würde ich fast als Berufung beschreiben

Anian spürt seine Berufung besonders im Kontakt mit Gemeinde und Gottesdienst. Jedes Mal, wenn er in diesen Kontext kommt, ist er von der Vielfalt und den Möglichkeiten begeistert. Diese Begeisterung nimmt er als inneres Zeichen wahr. Für ihn fühlt es sich so an, als würde etwas in ihm antworten, wenn er Gemeinde erlebt und Gottesdienst mitgestaltet. Genau dieses Gefühl würde er fast als Berufung beschreiben.

Drei Personen sitzen an einem Tisch in einer Bibliothek, unterhalten sich und arbeiten an ihren Laptops. Im Hintergrund sind Bücherregale zu sehen, die mit Büchern gefüllt sind.
a