Gerüchteküche

Wir liefern Fakten!

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Frau flüstert Mann etwas ins Ohr, der über das Gehörte überrascht ist
Gerüchte halten sich hartnäckig. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern liefert die Fakten. Welches Gerücht hast du gehört?Marisa9 - iStock

Von 1 Gerücht hat die ELKB 1 Gerücht in der versprochenen Zeit beantwortet.

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Die neuste Antwort …

Pfarrer*in geht nur mit Familie und 4 Kindern. Single, getrennt oder LGBTI* gibt´s nicht.

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Lieber Leser,
Liebe Leserin,
Der Pfarrberuf ist ein Beruf mit viel Tradition im Hintergrund. Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche haben dazu Bilder im Kopf. Für das Bild der Evangelischen Pfarrperson war sicher prägend, wie Luther seine Familie mit Katharina von Bora gestaltet hat: Geistlicher und theologischer Arbeiter versus Mutter und Hausmanagerin.
Wir sind aber keinesfalls gezwungen alle Bilder, die Menschen zum Pfarrberuf im Kopf haben zu reproduzieren.

Die Landeskirche bevorzugt nicht einen bestimmten Familienstand für ihre Pfarrerinnen und Pfarrer.
Es gibt in der ELKB kinderreiche und kinderlose Pfarrer-Ehen, Singles, Transmenschen und gleichgeschlechtliche Paare.

Es ist allerdings so, dass wir mit den Bildern, die Menschen von Pfarrpersonen im Kopf haben, umgehen müssen. Pfarrerinnen und Pfarrer sind je nach Region, Funktions- oder Gemeindestelle oder auch städtischer oder ländlicher Prägung mal mehr, mal weniger öffentliche Personen. Es ist sicher gut sich zu überlegen, wie man vor Ort über persönliches oder privates kommunizieren möchte. Da gibt es nicht „den einen Weg“. Sicherlich hilfreich ist aber eine klare Kommunikation. Z.B. „Meine Frau ist berufstätig, sie wird den Frauenkreis nicht leiten“ oder „Ja, ich bin Single, aber nein, Sie müssen keinen Partner für mich suchen.“
Die Erfahrung zeigt, dass in den allermeisten Fällen klare Kommunikation und die glaubwürdige Persönlichkeit der Pfarrperson/Familie Gemeinden sehr schnell überzeugt – auch wenn es keine Konstellation war, die sie zunächst im Kopf hatten.

Wenn es in Ausnahmefällen Konflikte geben sollte ist der Dekan/die Dekanin Ansprechpartner bei denen man Unterstützung finden kann.

Herzliche Grüße,
Steve Kennedy

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Noch mehr Gerüchte und ihre Antworten …

  • Lieber Leser,
    Liebe Leserin,
    Der Pfarrberuf ist ein Beruf mit viel Tradition im Hintergrund. Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche haben dazu Bilder im Kopf. Für das Bild der Evangelischen Pfarrperson war sicher prägend, wie Luther seine Familie mit Katharina von Bora gestaltet hat: Geistlicher und theologischer Arbeiter versus Mutter und Hausmanagerin.
    Wir sind aber keinesfalls gezwungen alle Bilder, die Menschen zum Pfarrberuf im Kopf haben zu reproduzieren.

    Die Landeskirche bevorzugt nicht einen bestimmten Familienstand für ihre Pfarrerinnen und Pfarrer.
    Es gibt in der ELKB kinderreiche und kinderlose Pfarrer-Ehen, Singles, Transmenschen und gleichgeschlechtliche Paare.

    Es ist allerdings so, dass wir mit den Bildern, die Menschen von Pfarrpersonen im Kopf haben, umgehen müssen. Pfarrerinnen und Pfarrer sind je nach Region, Funktions- oder Gemeindestelle oder auch städtischer oder ländlicher Prägung mal mehr, mal weniger öffentliche Personen. Es ist sicher gut sich zu überlegen, wie man vor Ort über persönliches oder privates kommunizieren möchte. Da gibt es nicht „den einen Weg“. Sicherlich hilfreich ist aber eine klare Kommunikation. Z.B. „Meine Frau ist berufstätig, sie wird den Frauenkreis nicht leiten“ oder „Ja, ich bin Single, aber nein, Sie müssen keinen Partner für mich suchen.“
    Die Erfahrung zeigt, dass in den allermeisten Fällen klare Kommunikation und die glaubwürdige Persönlichkeit der Pfarrperson/Familie Gemeinden sehr schnell überzeugt – auch wenn es keine Konstellation war, die sie zunächst im Kopf hatten.

    Wenn es in Ausnahmefällen Konflikte geben sollte ist der Dekan/die Dekanin Ansprechpartner bei denen man Unterstützung finden kann.

    Herzliche Grüße,
    Steve Kennedy

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  • Lieber Leser,
    Liebe Leserin,

    Die kurze Antwort ist: Nein, du wirst im Vikariat nicht einfach ins "hinterste Eck" gesteckt.

    Die längere Antwort ist folgende: Vor dem Vikariat fragen wir schriftlich ab für welche Art Gemeinde (Arbeitsschwerpunkt, Sozialsturktur, Stadt/Land etc) du dich interessierst und welche Gegend für dich gut wäre. Dann laden wir dich zu einem "Kennelerngerspräch" Gespräch ein um dich eben kennenzulernen. Dabei kann der Einsatzort auch nochmal zur Sprache kommen. Sobald wir mit allen gesprochen haben gehen das Predigerseminar und die Ausbildungsabteilung daran potentielle Mentorinnen und Mentoren in den jeweiligen Wunsch-Regionen anzusprechen. Dann wird geschaut, wie man möglichst gut möglichst vielen Interessen von möglichst allen gerecht werden kann.
    Das bedeutet, wenn 20 Vikare alle in eine Stadt wollen, werden die meisten diesen Wunsch nicht erfüllt bekommen - dann haben in der Regel diejenigen mit wichtigen familiären Gründen vorrang.
    Üblicherweise verteilen sich die Interessen und Wünsche aber schon recht breit, sodass wir vielen gerecht werden bzw. gute Alternativen bieten können.

    Es ist aber schon so, dass man keinen Anspruch etwa auf eine bestimmte Stadt hat. Da die Vergabe von den Wünschen der Vikare, den Mentorinnen und den Gegebenheiten in den Gemeinden abhängig ist, ist die Zuteilung ein komplexer Prozess.

    Sicher ist: Du wirst nicht in deine Heimatgemeinde kommen und du solltest auch bei deinen Wünschen nicht eine konkrete Gemeinde, sondern eine Region angeben. Aber sicher ist auch, du wirst nicht bewusst ganz woanders eingesetzt als du es in der anfänglichen Abfrage angeben hast.

    Siehe dazu auch den Clip mit Frau Schmucker auf unserem Intsa Kanal mehr_als_ja_und_amen

    Herzlich,
    Steve Kennedy Henkel

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  • Lieber Leser,
    Liebe Leserin,

    Die meisten unserer Studierenden bestehen das 1. Examen im ersten Durchgang.
    Das ist also durchaus möglich und wir empfehlen auch es so anzupeilen.

    Natürlich ist es aber möglich, die Prüfungsordnung bestmöglich zum Betonen der eigenen Stärken und Ausgleichen der eigenen Schwächen auszunutzen. Wie etwa im genannten Fall.
    Bevor man aber zu so einer Maßnahme schreitet lohnt ein offenes Gespräch z.B. mit Herrn Riedner vom Prüfungsamt:
    https://www.pfarrer-in-bayern.de/094B13FE144F48D0B087AC0279CEDFE2.php
    Die Studierendenvertretung der ELKB, der LabeT, vermittelt auch Kontakte und Mentorings für das Examen:
    https://www.labet.de/
    labet@elkb.de
    Und es ist immer eine gute Idee sich mit Menschen, die gerade ihr Examen bestanden haben und Kommilitonen aus dem eigenen Jahrgang bzw. der eigenen Lerngruppe zu besprechen.

    Herzliche Grüße,
    Steve Kennedy Henkel

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  • Liebe Leserin,
    Lieber Leser,

    Wie in anderen Berufen auch (etwa bei Lehrern, aber in anderer Form auch z.B. bei Steuerberatern) ist es so, dass die Ausbildung der angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer in der Hand der Landeskirchen liegt. Meistens gilt - oder galt - wo man herkommt, da tritt man nach dem Examen auch in den Dienst.
    Es gab schon immer Landeskirchen, die gerne Externe in ihren Dienst übernahmen und solche, die damit zögerlicher waren.
    Grundsätzlich gilt aber:
    Ein Theologisches Examen in einer EKD Gliedkirche wird von allen anderen Landeskirchen anerkannt.

    Auch ist inzwischen der Wechsel zwischen den Landeskirchen erheblich leichter geworden!
    Es ist kein Ausnahmefall mehr, dass ein Pfarrer auch nach einigen Dienstjahren noch die Landeskirche wechselt.
    Dies ist allerdings, da z.B. inzwischen Pensionsansprüche in der vorherigen Landeskirche aufgelaufen sind, die dann übertragen werden müssen, deutlich komplexer, als wenn einfach eine Studentin von einer Landesliste auf eine andere wechselt.
    Daher ist die Faustregel schon richtig:
    Wer auf jeden Fall wechseln möchte, sollte dies möglichst früh z.B. im Studium tun oder ein Gastvikariat in der Wunschkirche ausprobieren.

    Für diejenigen die sich auf eine bestimmte Stelle bewerben oder die aufgrund biographischer Veränderungen die Landeskirche wechseln wollen, können oft Wege gefunden werden. Ob das geht, hängt in der Regel von der Landeskirche ab zu der man wechseln möchte.

    Grundsätzlich ist man als Pfarrerin oder Pfarrer auch nicht an Deutschland gebunden!
    Die EKD hat 120 Geistliche weltweit in ihren Auslandsgemeinden im Einsatz.
    https://www.ekd.de/Auslandsgemeinden-10753.htm
    Und auch die ELKB unterhält ein weltweites Netzwerk an Partnerkirchen bei denen ein Einsatz im Ausland möglich ist.
    https://handlungsfelder.bayern-evangelisch.de/weltweites-netzwerk-der-landeskirche.php

    Herzliche Grüße,
    Steve Kennedy Henkel

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  • Liebe Leserin,
    vielen Dank für diese wichtige Frage! Gerade um dieses Themengebiet gibt es viele Gerüchte.

    Grundsätzlich ist es so:
    Allein der Umstand, professionelle psychologische oder psychotheraupeutische Hilfe in Anspruch genommen zu haben, ist kein Hindernis für die Übernahme in den Dienst der ELKB. Er ist vielmehr Ausweis dessen, dass jemand Probleme, die er oder sie erkannt hat oder zu haben meint, mit professioneller Hilfe zu lösen versucht (hat).

    Bei der Gesundheitsüberprüfung sagt ein „Ja“ auf die Frage „Waren Sie schon einmal in psychotherapeutischer (o.ä.) Behandlung?“ ohnehin nichts über die Details aus, muss aber wahrheitsgemäß gegeben werden.

    Für die Frage der Übernahme in den Dienst der ELKB ist die Dienstfähigkeit im Zeitpunkt der Entscheidung über die Übernahme relevant und wird von einem Vertrauensarzt oder einer Vertrauensärztin begutachtet. Selbstverständlich wird dann ärztlicherseits nachgefragt, um die Frage der Dienstfähigkeit zu beurteilen. Details bleiben bei der Vertrauensärztin oder dem Vertrauensarzt, die oder der nur das ärztliche Urteil „Geeignet“ oder „Ungeeignet“ für den Dienst an die Landeskirche weitergibt.

    Wir wollen Pfarrerinnen und Pfarrer in unserem Dienst haben, die ihre Persönlichkeit reflektieren und die gefestigt und stabil ihren Dienst tun können. Die Entscheidung - ggf. schon im Studium - in einer Therapie an sich/ an Problemen zu arbeiten kann gerade für einer hohe Selbstreflexionsfähigkeit sowie für Verantwortung und Selbstsorgekompetenz sprechen. Das wird keinem zum Nachteil ausgelegt, im Gegenteil.
    Die Gesundheitsprüfung ist dazu da, sicherzustellen, dass die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer auch auf Dauer dienstfähig sind. Nur, wenn Vertrauensärzte zu dem Ergebnis kommen, dass dies nicht gewährleistet ist, wirkt sich das negativ auf die Anstellungsfähigkeit aus.

    Also:
    Setzten Sie sich mit sich selbst auseinander, reflektieren Sie sich und wenn sie Probleme haben, ziehen Sie geistliche, supervisorische oder therapeutische Hilfe hinzu. Das ist der beste Weg für eine lange und gesunde Ausübung des Pfarrberufs.

    Wenn es dazu konkretere Fragen gibt, wenden Sie sich gerne auch telefonisch an uns. Frau Schmucker ist da eine gute Ansprechpartnerin.

    Herzliche Grüße,
    Steve Kennedy Henkel


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  • Lieber Leser,
    manchmal ist es tatsächlich so, dass es beim miteinander der Berufe in der Kirche etwas holpert. Jede und jeder hat seinen jeweiligen Beruf mit guten Absichten ergriffen und lebt ihn mit Herzblut aus. Manchmal kommt es da zu Reibungen zwischen Berufen oder Arbeitsgebieten darüber, was jetzt gerade als wichtig empfunden wird.
    Meiner Ansicht nach gibt es aber auch viele gut funktionierende Teams - und gerade die sind erfolgreich, weil sich alle ihn ihren Berufen, Begabungen und Stärken unterstützen und ergänzen.
    Das sollte als Ziel für die Zusammenarbeit auch in der Ausbildung vermittelt werden.
    Der landeskirchliche Prozess "Miteinander der Berufe", der auch auf dieser Seite beschrieben wird, beschäftigt sich ausdrücklich damit wie die Wertschätzung der Berufe untereinander erhöht werden kann. Dabei wird zum Beispiel auch darüber nachgedacht ob bestimmte Abschnitte der Ausbildung zusammen absolviert werden können, damit man nicht erst auf der ersten Stelle auf die anderen Berufe trifft. Aber dieser Prozess ist nicht abgeschlossen. Du sollst nur wissen - hier ist einiges in Bewegung.

    Wenn es um konkrete Fällte geht, kannst du dich gerne bei uns melden.

    Herzlich,
    Steve Kennedy Henkel

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  • Liebe Leserin,
    Lieber Leser,

    zunächst bitte ich die Verspätung zu entschuldigen, wir hatten etwas Krankenstand.

    Nun zur eigentlichen Frage.
    Tatsächlich ist es so:
    Im Vikariat ist kein Mentorenwechsel vorgesehen. Wenn es besondere Gründe für einen Mentorenwechsel gibt, folgt daraus (wenn der Wechsel nicht durch einen Stellenwechsel des Mentors o.ä. begründet ist) eine Eignungsprüfung des Vikars/der Vikarin am Ende des Vikariats. Um so einen Wechsel zu organisieren sollte man sich vertrauensvoll an das Predigerseminar wenden.
    Die Regelung sollte, wie ich vermute, tatsächlich die Teamfähigkeit der Vikare sicherstellen.
    Aber natürlich ist auch im Landeskirchenamt bekannt, dass es manchmal Gründe gibt, die einen Wechsel des Mentors / der Mentorin mehr als sinnvoll für die Weiterführung des Vikariats erscheinen lassen. Dies hat nicht unbedingt etwas mit der Eignung des Vikars oder der Vikarin zu tun.
    Daher sind die Eignungsabklärungsgespräche zwar z.Z. noch ein Automatismus. In den letzten 4 Jahren (das ist nur der Zeitraum den ich verifizieren konnte, da es davor einen anderen Stelleninhaber gab) wurde aber niemand aufgrund eines solchen Eignungsabklärungsgesprächs für "ungeeignet" befunden.

    Grundsätzlich gilt:
    Im Vikariat sollte der Mentor nicht gewechselt werden. Wenn Sie aber gewichtige und nachvollziehbare Gründe für einen Wechsel haben, wird Ihnen dieser nicht zum Nachteil ausgelegt.

    Weiter wird die Vikariatsausbildung z.Z. im Prozess Vikariat 2026 überarbeitet. Ob der bisherige Automatismus (Wechsel=Eignungsprüfung) dabei bestehen bleibt ist mehr als offen. Finale Ergebnisse des Prozesses liegen aber noch nicht vor.

    Ich hoffe das klärt die Lage etwas.

    Herzliche Grüße,
    Steve Kennedy Henkel

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  • Lieber Leser,
    Liebe Leserin,

    ich war leider die letzten Tage krank. Es kann immer mal sein, dass ich in Urlaub oder außer Gefecht bin. Manchmal muss ich mir auch das Wissen bei Anderen organisieren um eine Frage z.B. rechtssicher beantworten zu können. Der Normfall soll aber sein, dass die Fragen binnen 72 Stunden beantwortet sind.

    Sorry und herzliche Grüße,
    Steve

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  • Liebe Leserin, lieber Leser,

    das ist ein Produkt aus der Gerüchteküche, in dem Zweierlei zusammengerührt ist, was dann aufstößt.

    Die Zutaten im Einzelnen:

    Mutterschutz: In den 6 Wochen vor der Geburt kann die Vikarin freiwillig arbeiten, wenn sie z.B. ein Projekt beenden möchte o.ä.. Im Mutterschutz nach der Geburt darf die Mutter nach dem Gesetzgeber nicht arbeiten. Trotzdem bedeutet der Mutterschutz keine automatische Verlängerung des Vikariats. Wenn z.B. ein PS-Kurs in die Zeit des Mutterschutzes fällt, kann der in der Regel zusammen mit einem anderen Jahrgang nachgeholt werden.

    Arbeit nach 20 Uhr: Dieser Punkt ist für den ganzen Zeitraum der Schwangerschaft einschlägig und hängt mit einer Besonderheit im Pfarrberuf zusammen. Wir arbeiten ja „antizyklisch“ zu einem Großteil der Ehrenamtlichen und haben deswegen viele Teamsitzungen und Gremien abends. Diese Arbeit ist grundsätzlich auch Teil der Gemeindephasen im Vikariat. Wenn die Vikarin während der kompletten Schwangerschaft nicht nach 20 Uhr arbeiten möchte oder es aus gesundheitlichen Gründen nicht darf, wen­den sich die Vikarin und Mentor/Men­to­rin an den Ansprechpartner im Predigerseminar. Zusammen und für den individuellen Fall wird geklärt, ob und wie die Ausbildung trotz der Einschränkungen in dem ursprünglich geplanten Zeitraum absolviert werden kann.

    Grundsätzlich versuchen wir ein „two in one“: Die Sicherheit und Gesundheit der Schwangeren und des Kindes gewährleisten und der Vikarin einen ebenso schnellen wie sinnvollen Abschluss der Ausbildung ermöglichen.

    Grüße aus dem Predigerseminar,

    Regina Fritz

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  • Liebe Leserin,
    Lieber Leser,

    Grundsätzlich gilt in Deutschland das Prinzip der Landeslisten. Das heißt, dass man i.d.R. in seiner Heimatkirche auch Examen macht und in den Dienst tritt.
    Damit soll es zum Beispiel nicht zu einem "Abwerbe-Wettbewerb" unter den Landeskirchen kommen.

    Wenn aber Studierende, die nicht aus der ELKB kommen mit dem Interesse in Bayern zu arbeiten an uns heran treten, gehen wird damit in der Regel aber sehr positiv um.
    - Wer noch auf keiner landeskirchlichen Liste steht wird zum Gespräch ins Landeskirchenamt eingeladen. Hier geht es darum ob der Bewerber oder die Bewerberin rüber bringen kann, wieso sie sich für den Pfarrberuf interessieren und wieso sie gerne nach Bayern möchten. In der Regel steht am Ende die Aufnahme auf die Bayrische Liste der Theologiestudierenden.
    - Wer schon auf einer anderen Liste steht, kann unter den gleichen Bedingungen nach Bayern wechseln. Hier gibt dann i.d.R. die Heimatkirche des Kandidaten ihre Zustimmung und übersendet der ELKB die Personalakte.
    - Wer nach dem Examen in einer anderen Landeskirche in Bayern ins Vikariat gehen möchte kann entweder ein Gastvikariat machen um Bayern kennenzulernen. Oder er bekundet seine Motivation nach Bayern zu wechseln. In diesem Fall findet vorher - weil wir den Kandidaten dann garnicht kennen - ein sog. Eignungsabklärungsgespräch statt. Hier sollen die ELKB und der Kandidat oder die Kandidatin sich kennenlernen. Auch hier sollte man sagen können, wieso man gerne nach Bayern kommen würde. Steht am Ende für beide ein OK, kann der Kandidat in Bayern ins Vikariat übernommen werden. Auch während des Gastvikariats in Bayern ist so ein Wechsel jeder Zeit möglich. Auch hier gibt es dann ein Eignungsabklärungsgespräch.

    In Kürze: Es gibt einige Wege nach Bayern zu wechseln. Wir bewerben das aus Respekt vor den anderen Landeskirchen nicht offensiv, aber wer sich mit seinem Interesse bei uns meldet hat gute Chancen übernommen zu werden.

    Zu dem Thema findest du auch einen Text auf der Website:
    https://www.pfarrer-in-bayern.de/ubernahme-aus-anderen-landeskirchen-172.php

    Herzlich,
    Steve

    P.S. Ich bin selbst im Gastvikariat erst nach Bayern gewechselt :)

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  • Liebe Leserin,
    Lieber Leser,

    zur Zeit sind 54% der Studierenden auf der Bayrischen Liste weiblich. Das ist eine leichte Mehrheit, aber im Grunde haben wir ein ausgeglichenes Verhältnis, sodass auch absehbar Männer und Frauen im Pfarrberuf in den Gemeinden gleichstark vertreten sein dürften.

    Herzliche Grüße,
    Steve

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  • Lieber Leser,
    Liebe Leserin,

    Wir von der Nachwuchsgewinnung der ELKB schauen unseren Studierenden natürlich nicht ins Schlafzimmer.
    Dennoch gehe ich eher davon aus, dass es sich hierbei zumindest in dieser allgemeinen Formulierung um ein Gerücht handelt.

    Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ist aber eine große Kirche in der unterschiedliche Frömmigkeitsprofile ihren Platz haben.
    Es kann daher vermutet werden, dass es unter unseren Studierenden sowohl solche gibt, die mit dem Sex bis zur Verlobung oder Ehe warten, als auch solche, die ihre Sexualität auf andere Weise verantwortlich leben.

    Herzliche Grüße,
    Steve

    PS. Da ich letzte Woche krank war, bitte ich die Verspätete Beantwortung zu entschuldigen.

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